ABC 2012 – Auf zu neuen Ufern zurück zur Hauptseite
Und die Geschichte von einem Haufen Talentfreien die das Fische fangen erlernt haben.
Es war Freitag der 27. Juli gegen 14:30 Uhr als Michi bei Torsten ankam. Da man sich im Vorfeld darauf geeinigt hatte, allen Teilnehmern bereits eine Vorabendliche Anreise zu ermöglichen, und die Bremer unbedingt schon ans Wasser wollten, war die Entscheidung nach kurzer Rücksprache gefallen. Das Basis Camp sollte bereits am Freitag errichtet werden. Dies sollte sich als eine wirklich super Idee auszeichnen, denn der etwas verkaterte Samstagmorgen verlief wirklich Stressfrei. Als wir also am Freitag ankamen, sollte sich der geplante Aufbau als schwierig erweisen, denn überall nutzen Jugendliche die vorherrschenden 35 Grad zum baden und verzehren von Alkoholischen Getränken (Schade nur das diese noch nie etwas von Müllentsorgung gehört hatten)

Also beschränkte man sich zuerst darauf den Pavillion am Gemeinschaftsplatz aufzubauen und das Holz auszupacken. Danach setzte man sich in den Schatten und trank erst mal ein isotonisches Kaltgetränk.

Auch Leon traf dann am Platz ein und gesellte sich zu uns. Michi und Leon beschlossen erst mal eine Manta Platte zu organisieren und überließen Torsten die Überwachung des Camps. Wahrscheinlich wegen seines unglaublich vertrauensvollen Blickes wurde dieser auch gleich bei einer Kanalkontrolle von der Polizei angesprochen, Aber ein kurzer Kommentar mit der Begründung: angemeldetes Angeln, ASV Rheine usw., ließen unseren Freund und Helfer schnell wieder fahren. Gegen 20:00 verließen dann auch die letzten gröhlenden Halbstarken den Kanal und man begann damit die eigenen Plätze aufzubauen. Kurz darauf traf auch schon unser ausnahmsweise Pannenloses Ostfriesen Trio Thomas, Eduard und Uwe auf. Nach herzlicher Begrüßung…machte man auch gleich weiter, denn auch Volker, Kevin, Peter und Erwin aus Bremen sowie seine Hochwohlgeborene Eminenz König Jochen XXVVIII. Hatten den Weg ans Wasser gefunden. Nach dem
obligatorischen Begrüßungsbierchen, welches auch 3-10 sein konnten, richtete sich erst einmal jeder ein, denn man befürchtete ein übles Gewitter, welches von Michi auf der sehr vertrauensvollen Seite Donnerwetter(.de) vorhergesagt wurde. Gut das Michi vom Wetter soviel Ahnung hat wie vom angeln. Denn um 21:00 Uhr war es immer noch trocken und über 30 Grad. Nun setzte man sich in gemütlicher Runde um die Bank und trank und trank und trank und sabbelte und und und, achja. Grillte. Torsten hatte den Holzgrill befeuert und es gab lecker Kotzes Käsekrakauer und Nacken. Kurz darauf erhielten wir auch noch Besuch von Hobby Gandalf Uwe, welcher leckeren Kirschtabak aus einer von Jochens Rutenblank geschnitzten Pfeife zu sich nahm. Mit fortlaufender Stunde tauschten wir das Bier gegen kalten Kaffee und der allgemeine Pegel stieg.

Nach und nach machten sich die ersten Gesellen auf in die Zelte. Torsten kam aber noch mal zurück und konnte den ersten Aal präsentieren welcher sich den ausgelegten DB Wurm an der Stellrute schmecken ließ. So verging der Abend und gegen 03:00 setzte ein fürchterlicher Dauerregen ein. Am Morgen musste Thomas einen Pavillion retten, welcher sich schon unter der Last des Regens bog. Jochen beschwerte sich über Lärmbelästigung durch Peter. Dieser berieselte Ihn durchgehend mit der Musik von Silbereisens Racheengeln auf irgendeinem mir unbekannten Musikantenstadel Kanal. So traf man sich zum Frühstück, und die Bremer Jungs servierten Ihre berühmten Spiegeleier mit Schwarzbrot. Lecker. Die erste Nacht brachte Erwin einen strammen Barsch und ein fettes Rotauge. Torsten konnte noch einen weiteren Aal auf der DB Wurm Rute fangen. Auf Made dagegen, war an diesem Abend nichts zu holen. Aber darum ging es ja auch an diesem Abend wirklich nicht. Nun Organisierte man eben noch ein paar Dinge, unter anderem eine große Malerfolie, welche erfolgreich über die stehenden Pavillions gelegt wurde. Nun war auch die Problematik des eindringenden Wassers behoben, denn es regnete immer noch leicht.

Als gegen 11:00 Jochen aufbrach um die restlichen Teilnehmer einzusammeln, war aber alles in trockenen Tüchern und die ersten Bierchen schmeckten schon wieder. Auch das Wetter war trocken und wurde im weiteren Verlauf des Samstages immer besser. Kurze Zeit später begann das große Schulterklopfen und man freute sich darauf viele bekannte Gesichter und Freunde zu treffen. Natürlich wurde viel geschwafelt und gefachsimpelt. Nach einigen Versuchen klappte es dann auch mit der Begrüßungsrede. Der gemeine König an sich, kein Freund der großen Worte, hielt diese kurz und man begann mit dem verteilen der T-Schirts, da eine Vorstellung nicht von Nöten war. Nun konnten auch die letzten Ihre Plätze vom Uferbewuchs befreien und Ihr Equipment ans Wasser stellen. Danach gab es lecker Heißwurst und Brötchen und Bier. Heiko und Torsten klauten schnell noch ein paar Köfis aus dem nahe liegenden Teich und dem offiziellen Angeln stand nichts im Wege. Hoch motiviert ging es an die Ruten. Die bereits von Torsten vorhergesagte Schiffsfahrt erschwerte allerdings das Angeln. Doch trotzdem konnten relativ schnell die ersten Fische verhaftet werden. Unter anderem konnte Gerd einen schönen strammen 35cm Barsch auf Köfi fangen.
Das Tier konnte nicht mal so schnell zappeln wie Peter es aus seinem Fell zog und es sich direkt darauf brutzelnd in Butter in seiner Pfanne wieder fand. Neuling Uwe konnte gleich bei seinem ersten ABC 3 Fische innerhalb kürzester Zeit verzeichnen. Ein bisher noch nie da gewesenes Ereignis. Wenn ich mich richtig erinnere waren es Rotbarsch, Steinbutt und ne krumme Garnele. Der Nachmittag brachte ansonsten einige Barsche, Rotaugen, Brassen und es konnten sogar bis zum Abendessen schon 5 Aale gefangen werden.
Chrissi gelang sogar der Fang eines maßigen Aales (Ich bin so Stolz auf Dich), was Ihn mit einem Satz zum führenden machte. Dieser Druck und der Verzehr von zu viel Jägermeister ähnlichen Ampullen und andere ausländische Spezialitäten setzten den Fangwilligen allerdings außer Gefecht. Zudem fanden auch noch 4 allerdings untermaßige Zander den Weg ans Ufer. Also hatten wir bis zum Abendessen schon soviel Fisch gefangen, dass dem einen oder anderem Gruppenleiter die Tinte des Kugelschreibers ausgegangen war und mit Kohle weiter geschrieben werden musste. Nun wurde erst einmal geschlemmt. Wieder wurden Kotz Spezialitäten vom Buchengrill gereicht und fanden reichlich Abnehmer. Auch Rolli mit seinem Vater und der Kapitän Jürgen fanden den Weg zum Besuch in unser Gefilde, was natürlich auf große Freude stieß. Nach dem Essen verteilten unsere Ostfriesen Verdauungsschnäpse mit Zucker und Kaffeebohnen. Einige böse Zungen meinten, Sie wollten damit den Rest außer Gefecht setzen um die Weltherrschaft an sich zu reißen, die anderen tranken gerne auch 2 oder 3 davon. Zudem machte Kasi am Abend immer wieder mit dem beim ABC schon sehr bekannten Destillat UNICUM die Runde, welcher die Angler bald in die Stühle zurück sinken ließ. Die Beine und die Zunge wurden schwerer und ein weiterer alter Bekannter stieß zu der Runde hinzu, Ralph. Dieser übernahm vollständig Torstens handeln und unterdrückte jeglichen Willen und auch das Wort Nein strich er aus seinem Vokabular. So lief die Nacht mit den üblichen Grüppchenbildungen ab und viele interessante und auch überflüssige Gespräche wurden geführt.
Auch Fischtechnisch tat sich etwas und einige Aale konnten gefangen werden. Nach und nach füllten sich jedoch die Zelte mit stark ausdünstenden Menschen oder was von diesen noch übrig war. Als Michi und Torsten gegen 3:00 Uhr noch mal zum Basis Camp zurückgingen, kam dann ein Gewitter der allerfeinsten Sorte, und die beiden hatten Mühe die Pavillions bei Orkanartigen Regenfällen zu retten. Nach ca. einer halben Stunde war der Zirkus vorbei und auch diese beiden durften völlig durchnässt in Ihre Zelte gehen.
Der Morgen danach erinnerte mich irgendwie an nichts. Der Kopp leer. Der Körper tot, und das ganze kein Traum. Also erst einmal zum überfluteten Camp zurück und Kaffee organisieren. Hier trafen sich bereits einige der Zentralen Bewohner und schnackten in erster Linie über das Gewitter (GEWITTER?). Leon brachte die letzten Brötchen und die meisten bereiteten sich ein Katerfrühstück zu. Man hätte auch meinen können hier findet ein Zombietreffen statt oder die Heroinsüchtigen hätten eine Diskussionsrunde nach einer Woche ohne Stoff, so gut sahen die meisten aus.
Nun setzte man sich mit Chef Olaf an einen Tisch und versuchte aus den Fanglisten schlau zu werden. Nachdem Olaf ca. 54,5 mal seine Preise durchzählte verkündete er stolz, dass man 15 davon verteilen könnte. Die Auswertung ergab 16 Fänger, was von bei 20 aktiven Anglern nun total ABC untypisch ist. (Normalerweise Andersherum ). Leider mussten wir Stefan mitteilen, dass seine 1,50m lange Laube nicht reichte um den 10cm Barsch von Peter zu schlagen. Stefan flog somit aus den Plätzen welche belohnt wurden. Olaf hatte sich wie in jedem Jahr mit unseren Partnern der Raubfischfreunde zusammengesetzt und hatte einiges einsammeln können. An dieser Stelle schon mal danke.
So nun zu den Fängern, welche sich in die Platzierungen schieben konnten.
Ich zähle mal auf, denn ganz genau haben Ralph und ich das nicht mitbekommen:
Plätze 15-6 in unwillkürlicher Reihenfolge
Heiko, Katja, Gerd, Jochen, Kevin, Kasi, Uwe, Thomas, Michi, Peter
Die Top 5 mit Ihren Fängen
Platz 5: Jürgen Sch. Mit einem untermaßigen Aal und einem Rotauge
Platz 4: Chrissi mit Aal <300 gramm
Platz 3 Erwin mit Aal von 330 Gramm und anderem Kleinzeug
Platz 2 Volker mit Aal von 520 Gram, 2 weiteren Untermaßigen und Kleinzeug
Platz 1 Torsten mit Aal von 730, 690, 530 Gramm und einem Untermaßigen
Somit hatte der Platzhirsch seine Erfahrung ausgenutzt und die Methode der Feederrute mit dem überdimensional großen Madenkorb an der gegenüberliegenden Spundwand brachte Ihm den Sieg. Böse Zungen behaupteten, er hätte den besten Platz gehabt, und das eigentlich Ralph gewonnen hätte, da dieser aber keinen Angelschein hat Disqualifikation die korrekte Strafe wäre und so weiter und sofort. Tzzzz, im nächsten Jahr angel ich in der Pfütze unter der Brücke und verbiete Ralph vorbei zukommen…. Obwohl, ne, ich setz mich einfach dahin wo Jochen gesessen hat
Da es mit den 20 Aalen leider nichts wurde (Es waren 15) durften auch alle Ihre Reifen behalten.
Bleiben ein paar abschließende Worte:
Der Platz fand bei allen Beteiligten Zuspruch, denn neben den Fängen lag er ruhig und bot viel Platz für Zelte und Gemeinschaftsplatz. Wir denken, dass auch im nächsten Jahr dort campiert wird.
Es hat sich gezeigt, dass selbst wir Trottel Fische fangen können, wenn man das passende Gewässer hat.
Erstaunlicherweise durften wir im trockenen Zusammenpacken, was wirklich Super war.
Wir uns bei dieser Gruppe bedanken müssen die ein solches Treffen überhaupt erst ermöglicht.
Wir hoffen darauf, dass im nächsten Jahr wieder alle mit von der Partie sind. Damit meinen wir natürlich auch unsere altbekannten Gesichter welche verhindert waren oder uns besucht haben. Wie groß die Gemeinschaft ist, zeigen die Besuche von Jürgen und Rolli, welche ich hier noch einmal vorheben möchte. Danke, dass Ihr diese Tour auf Euch genommen habt.
Auf einen ABC 2013
Eure Aalbusters